Vertrauen

Vertrauen kostet Zeit, Liebe und Geduld

Für viele (Neu-) Wellensittichhalter ist ein wichtiger Punkt die Zahmheit ihrer Vögel. So gibt es in Foren oder auch auf anderen Seiten oft recht verzweifelte Fragen nach Anleitungen oder Tipps und Tricks zum Thema Zähmen. Manchmal werden Wellensittiche sogar nur aufgenommen, wenn diese schon zahm sind oder gar aus einer Handaufzucht stammen.

Ich kann da immer nur mit dem Kopf schütteln und frage mich, ob die Personen sich ernsthaft mit ihren Haustieren auseinander gesetzt haben. Ein Wellensittich ist kein Kuscheltier, er möchte nicht auf den Arm genommen, geknuddelt und gestreichelt werden.

Dementsprechend werdet ihr hier auch keine Anleitung zum Zähmen finden, aber ich gebe gerne ein paar Tipps, wie ihr Vertrauen zu euren gefiederten Freunden aufbauen könnt. Wenn ein Wellensittich euch vertraut, dann ist das ein ziemlich großer Liebesbeweis, so geht es mir nämlich immer, wenn einer unserer Notvögel endlich wieder aufblüht und zu dem Wesen, was ihm vielleicht vorher Schaden zugefügt hat, vertrauen aufbaut.

Für Vertrauen braucht es ein paar Zutaten…

…Zeit: Es kann dauern, bis das Vertrauen (wieder) da ist. Tija zum Beispiel hat nach wenigen Tagen vertrauen gefasst, bei Smookie hat es fast 3 Jahre gedauert. Murphy vertraut nur in wenigen Situationen und möchte am Liebsten gar keinen Kontakt zu uns.

…Geduld: Da das mit der Zeit manchmal ziemlich dauert, braucht man viel Geduld. Die braucht man aber auch, wenn es zu Rückschlägen kommt oder es nicht so klappt, wie man möchte. Dann darf man nicht aufgeben! Manchmal lohnt es sich, einen Schritt zurück zu gehen oder auch eine Pause einzulegen. Der Vogel bestimmt das Tempo, nicht wir!

…Liebe: Ohne Liebe geht gar nichts. Man muss den Wellensittich achten und voll und ganz auf seine Bedürfnisse eingehen. Wenn er merkt, dass ihr seine Signale versteht und achtet, so wird er mit Sicherheit entspannter.