Körner und Saaten

Körner und Saaten als Bestandteil der Ernährung

Auch wenn es nicht ausreicht, unsere Wellensittiche mit Körnerfutter zu füttern, ist es dennoch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, den wir ergänzend mit anderen Leckereien wie Gemüse nicht außer acht lassen sollten. Im Vordergrund steht neben der Zusammensetzung natürlich die Qualität, für die man lieber einen Euro mehr ausgeben sollte.

Die Zutatenliste

Ein Körnerfutter, bei der nicht klar deklariert ist, was drinnen ist, solltet ihr dahin zurücklegen, wo ihr sie gefunden habt. Auch wenn ihr Zutaten wie Bäckereierzeugnisse (Reste, die eine Bäckerei nicht mehr verwerten kann), Molkereiprodukte (zum Beispiel Milchpulver; Wellensittiche können übrigens keinen Milchzucker verdauen!) oder auch Honig (Zucker pur und führt auf Dauer zu Übergewicht) vorfindet, ist dieses Futter nicht geeignet.
Ein gesundet Futter besteht ausschließlich aus Saaten, Körner und hat allenfalls natürliche Zusätze wie Kräuter oder getrocknetes Gemüse.

Die Qualität

Im Gegensatz zu Futter aus dem Supermarkt oder der Drogerie wird das Futter aus Onlineshops oft speziell für euch angemischt und abgefüllt. Es riecht angenehm und ist auch augenscheinlich als „gesund“ zu beurteilen. Saaten, Körner, vielleicht Kräuter oder getrocknetes Gemüse. Keine bunten Krümel, keine glänzenden Körner. Natur pur sozusagen.
Um die Qualität und die Frisches des Futters zu testen, kann man die sogenannte „Keimprobe“ machen:
Man zählt für eine Keimprobe 100 Körner ab und lässt sie für sechs bis acht Stunden knapp mit Wasser bedeckt in einem Gefäß, zum Beispiel in einem Trinkglas, quellen. Danach spült man die Körner unter fließendem Wasser ab und lässt es an einem warmen Ort weitere 24 Stunden stehen. Die Körner dürfen dabei nicht austrocknen. Am nächsten Tag sollten sich kleine Keimlinge am Futter zeigen. Nicht alle Keime sind gleich groß, es hängt von der Körnerart ab, wie schnell das Keimen vonstatten geht. Bei dieser Keimprobe keimen sogar bei frischen Körnermischungen nicht immer alle Saaten. Aber je mehr Körner gekeimt haben, desto besser ist die Keimfähigkeit der Körnermischung und desto frischer ist sie somit. 

Was schmeckt meinen Wellensittichen denn?

Ebenso wie beim Menschen können auch die Geschmäcker innerhalb eines Schwarms völlig verschieden sein. Es ist daher zu empfehlen, erst einmal kleine Mengen zu kaufen und auszutesten, was den Wellensittichen schmeckt. Es gibt in manchen Online-Shops auch Schnuppermenüs zu kaufen, zum Beispiel hier.

Woher beziehe ich gesunde Futtermischungen ohne Zusätze?

Im Handel sind gesunde Mischungen eine große Ausnahme und viele Wellensittich-Halter kaufen Futter (und auch Zubehör) mittlerweile im Internet in speziellen, auf Wellensittiche abgestimmten Shops.
Hier eine kleine Auswahl (es gibt noch weitaus mehr):

Selbermischen mit Einzelsaaten

In vielen Onlineshops sind auch diverse Einzelsaaten vorhanden, die sich zum selbermischen des Futters eignen. Beachten sollte man nur, dass man sich ausgiebig mit dem Thema auseinandergesetzt hat, da es sonst zu Mangelerscheinungen kommen kann. Lasst euch helfen, zum Beispiel von einem vogelkundigen Tierarzt oder einem kundigen Vogelhalter.

Der Preis

Körnerfutter gibt es von sehr preiswert bis teuer, je nach Zusammensetzung oder auch je nach Anbieter. Um die richtige Mischung hier zu finden, sollte man weniger nach dem Preis gehen, sondern auch die Zusammensetzung. Ist diese Natürlich und ohne Zusätze, sollte man auch ruhig dazu bereit sein, einen Euro mehr auszugeben.

Die Menge (sowohl der Fütterungs- als auch der Kaufmenge)

2 Teelöffel Körner reichen pro Vogel am Tag völlig aus, daher sollte das Futter rationiert angeboten werden und nicht im dauerhaft gefüllten Spender. In diesen ist viel zu viel Futter drinnen und es liegt in der Natur unserer Wellensittiche, dass sie dann mehr fressen, als sie überhaupt benötigen.

Es empfiehlt sich, nur Mengen zu kaufen, die auch in wenigen Wochen aufgebraucht werden können. Das Futter verliert nämlich mit der Zeit seine Nährstoffe und würde dann unsere Wellensittiche nicht mehr ausreichend versorgen.

Wie lagere ich das Futter richtig?

Eine geöffnete Futterpackung sollte man immer in eine gut verschließbare Dose umfüllen, da so die Gefahr der Schädlinge am geringsten ist. Auch Feuchtigkeit und der damit vorhandenen Gefahr der Schimmelbildung können wir damit unterbinden. Die Dose stellt man anschließend am Besten an einen dunklen Ort (Schrank, Schublade etc.), um das Futter vor Sonnenstrahlen bzw. Licht im Allgemeinen zu schützen, denn es zerstört die wichtigen Nährstoffe. Ebenso sollte der Lagerort sauber, trocken und kühl sein.
Ist die Dose alle, muss sie vor einer Neubefüllung gründlich gereinigt werden und anschließend völlig durchtrocknen.

Wann muss ich das Futter entsorgen?

Ist das Futter nass geworden oder es hat sich schon Schimmel gebildet ist es allerhöchste Zeit, dass Futter restlos zu entsorgen, da es sonst zu gesundheitlichen Problemen kommt. Auch wir möchten ja keine verschimmelten Lebensmittel essen oder?
Ebenso können sich manchmal Futterschädlinge einnisten, auch dann sollte das Futter restlos entsorgt werden, denn es können immer Eier im Futter zurückbleiben und das Spiel beginnt von vorne.
Beachten sollte man auch das Mindesthaltbarkeitsdatum.