Farbschläge

Tarnung in Australien

Farley hat den Farbschlag normal grün und entspricht seinen wilden Verwandten in Australien.
Farley hat den Farbschlag normal grün und entspricht seinen wilden Verwandten in Australien.

Die ursprüngliche natürliche Gefiederfärbung unserer Wellensittiche ist grün-gelb. Das Köpfchen samt Maske ist gelb, durchzogen vom typischen Wellenmuster. Ab dem Nacken sowie unterhalb des Kinns verläuft sich die Farbe der Federn in grün. Dieses Farbenspiel hat natürlich auch einen Grund: Tarnung. In den Bäumen Australiens verschmelzen Wellensittiche mit ihrer Umwelt und bleiben für ihre Feinde so gut wie Unsichtbar. Stellt euch mal vor, im Baum säße ein blauer Wellensittich, der würde recht schnell gefunden werden.

Leuchtend, scheckig, bunt und farbenprächtig

Die ersten Wellensittiche trafen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa ein, schon bald folgten die ersten Zuchterfolge und damit auch neue Farbvarianten. 1872 gab es die ersten gelben Sittiche, 1878 kam himmelblau dazu und verschiedene Grünvarianten. Die Erfolge blieben aber nicht lange bestehen, denn die für uns heute bekannte Vererbungslehre war damals noch nicht in aller Munde. 1930 wurde dann bekannt, dass die Mendelschen Gesetze auch für Wellensittiche galten. Der Durchbruch in Sachen Farbvarianten!

Die bunte Ü100

Gemeint ist hier natürlich nicht das Alter, sondern die heute bekannten Farbschläge. So nennt man nämlich Fachlich die verschiedenen Farben und Muster. Über 100 Farbschläge sind für Laien natürlich auch nicht immer gleich zu unterscheiden, dazu gehört eine Menge Wissen, doch man kann sich auch als Laie ein paar wichtige Dinge merken.

  • Es gibt 2 Farbreihen:

Grünreihe mit hellgrün – dunkelgrün – olivgrün.
Blaureihe mit hellblau – dunkelblau – mauve.

  • Die Wellenzeichnung wird unterschieden in:

Normal – schwarze klare Wellenzeichnung.
Spangle – Die Melaninverteilung ist im Vergleich zum Wildtyp umgekehrt, somit sind die Federn am Rand dunkel gesäumt.
Opalin – Wellenzeichnung beschränkt sich auf die Flügel und dort eher auf der Körperfarbe.

  • Zu den Farbaufhellungen gehören:

Zimter – Die Wellenzeichnung ist deutlich aufgehellt und schimmert bräunlich.
Hellflügel – Kopf, Nacken, Rücken und Flügel weisen nur eine leichte bis gar keine Wellenzeichnung auf.
Grauflügel – Die Vögel sind 50% heller in ihrer Gefiederfarbe und auch die Wellenzeichnung ist nur leicht zu erahnen.

  • Farbaufälle haben:

Schecken – Diverse Körperstellen weisen Ausfälle der Farbe bzw. des Musters auf.
Albinos – Sie besitzen gar keinen Gefiederfarbstoff und sind weiß.
Lutinos – Sie besitzen nur gelben Gefiederfarbstoff.
Lacewing – Die Wellenzeichnung ist so zart, dass man diese kaum wahrnimmt.

  • Varietäten

Gelbgesichter – Blaue oder graue Vögel mit gelber Maske (Gesicht).
Graufaktor – Körpergefieder grau anstatt blau oder graugrün statt grün.
Rainbows – Kombination von Gelbgesicht, Hellflügel, Opalin und Blau.


Krümelchen – Normal dunkelblau
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Murphy – Spangle grün
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Smookie und Yva- Normal grau
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Phelii Australischer Schecke EEG1 Opaline blau
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Winnie – Australischer Schecke hellblau
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Tija – Lutino
Tija

Nimo – Rainbow (Hellflügel Opaline blau Gelbgesicht)
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Hixx – Rezessiver Schecke hellblau
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Farley – Normal grün
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Grisu – Australischer Schecke grün
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