Die Zwerge

Wie wurde ich Federlose?

2005 ging für mich der lang ersehnte Wunsch nach einem Haustier in Erfüllung – wenn auch nicht mit dem Tier, das ich eigentlich haben wollte: einen Leguan.
Gesehen in Hagenbecks Tierpark, ich war völlig fasziniert und hatte endlich ein Tier gefunden, auf welches meine Mama und mein Bruder nicht allergisch reagierten.
Doch meine Eltern empfanden meine Wahl nicht als die Beste, erfüllten mir aber trotzdem den Wunsch eines Haustieres, indem sie mir den Wellensittich vorschlugen.
Sie selbst hatten in ihrer Kindheit mehrere Wellensittiche und auch ich habe bei beiden Großeltern noch Wellensittiche miterleben können. Am 11. November 2005 zog Krümelchen bei uns ein.

Je älter ich wurde, desto mehr habe ich mich mit der Welt der Wellensittiche beschäftigt.

Vermutlich seid ihr schon drüber gestolpert, es zog EIN Wellensittichen bei mir ein.
Auch ich habe viele Fehler in der Wellensittichhaltung gemacht, aber mit 13 Jahren denkt man über vieles noch ganz anders, macht das, was einem von der Familie in Sachen Wellensittichhaltung vorgelebt wurde.
Internet, Foren und Co. waren für mich eine sehr unbekannte Welt und die damaligen aktuellen Ratgeber in Bücherform enthielten auch noch viele alte Mythen. Ich habe die Bücher noch und muss oft mit den Kopf schütteln, wenn ich heute noch mal darin blättere. Das das so nicht richtig ist und sich auch eine artgerechte Haltung von Haustieren ständig weiterentwickelt, wurde für mich im Laufe der Zeit bewusst und ich habe ein großes Interesse daran gefunden.
Bücher, Webseiten, Foren, alles wurde durchstöbert bis ich die Infos hatte, die ich wollte. Durch meinen Beruf in der Wissenschaft hinterfrage ich mittlerweile anders, es reicht nicht mehr, zu sagen „Auslöser ist Bakterium XY“, sondern ich hätte am Liebsten alles wissenschaftlich fundierte Fakten. Das wiederum ist sehr schwer, denn der Wellensittich gehört nicht zu den Tieren, die mit Vorliebe erforscht werden.
Trotzdem findet man immer wieder unbekanntes und kann sich auch durch den Austausch mit anderen Haltern, Tierärzten und Co. weiterbilden und seinen Wissenshorizont ausbauen.

Am 07. Juli 2014 schlüpften die Zwergenwellis aus ihrem Ei

Ich habe im Laufe der Zeit das Schreiben für mich entdeckt, also warum nicht darüber schreiben, was einem Spaß bringt? Meine Wellensittiche hatten schon lange den Spitznamen Zwerge, wie ich darauf gekommen bin, weiß ich allerdings nicht mehr.
Somit schlüpften die Zwergenwellis und ein Blog bei Facebook entstand. Eigentlich nur für die privaten Erinnerungen, das mir mittlerweile über 500 Leute folgen, beeindruckt mich.
In der heutigen Zeit des Internets gibt es unzählige Blogs zu jedem erdenklichen Thema und auch ich finde unglaubliche viele davon super, dass es manchmal schwer fällt, alles mitzubekommen.
Ich glaube, gerade weil der Blog für das private Vergnügen gedacht war, nimmt es mir auch den Druck, ständig Beiträge zu verfassen. Ich integriere dies in meinen Alltag so, wie es passt und natürlich ist auch bei den Zwergenwellis mal „tote Hose“.