Bombenstimmung auf dem Weg zum Eingangscheck

Sicher habt ihr es schon mitbekommen, wir haben eine kleine Notfeder aus Einzelhaltung gerettet. Da er für seine Vorbesitzer anscheinend mehr ein kleines Accessoire war, kam der kleine Mann ohne einen Namen zu uns. Wir haben ihn Jordie getauft ♥

Jordie im Behandlungszimmer unserer vogelkundigen Tierärztin. Er hat alles gut überstanden und ist gesund. Wir müssen lediglich an seinem Gewicht arbeiten, denn er ist viel zu leicht.

Nun mal zu der Bombenstimmung.
Für Jordie stand gestern eine kleine Reise an, denn wir hatten einen Termin beim vogelkundigen Tierarzt für den Eingangscheck.
Um 17.30 Uhr sollten wir da sein, somit war der Feierabendverkehr ja vorprogrammiert. Aber das war längst noch nicht alles, was uns erwarten sollte.
Gegen 16.30 Uhr fuhren wir los, mussten noch schnell Tanken und dann ging es los Richtung Tierarzt.

25 Minuten brauchen wir eigentlich – 120 Minuten wurden es.

Im Hamburger Stadtteil Hammerbrook wurde am Nachmittag ein Fragment einer 500 Pfund Fliegerbombe gefunden. Der chemische Zünder anscheinend noch Intakt und aufgrund von Baustellenarbeiten offenbar bewegt worden. Während ich noch gemütlich mit der Bahn nach Hause kam, herrschte nun in der ganzen Hamburger Innenstadt das reinste Verkehrschaos.
Straßen im Umkreis von 300m wurden gesperrt und darunter fielen ausgerechnet DIE Hauptverkehrsstraßen von Hamburg. Dass es dann an einer in der Innenstadt gelegenen S- und U-Bahn Station auch noch brannte, machte die Sache nicht besser.
Um 17.20 Uhr rief ich beim Tierarzt an und sagte, dass wir leider später kommen. Weitere 80 Minuten sollten vergehen, ehe wir vor der Praxis standen – 30 Minuten vor Feierabend. Wir konnten direkt ins Behandlungszimmer gehen…

Jordie ist viel zu leicht!

Jordie wurde gründlich untersucht und es wurden Proben für das Labor genommen und teilweise schon untersucht. Alles prima. Das Einzige, was der vogelkundigen Tierärztin und auch uns etwas Sorgen macht, ist Jordies Gewicht. Gerade einmal 30g bringt er auf die Waage.
Zu wenig, laut unserer vogelkundigen Tierärztin, aber wir hoffen, dass er jetzt mit anständigem Futter ein paar Gramm zunimmt. Wir behalten das definitiv im Auge.

Was steht nun an?

In den kommenden Tagen darf Jordie voraussichtlich ins Vogelzimmer ziehen, bis dahin schreibe ich dann noch mal einen Bericht über Jordie, wie wir zueinander fanden, wie er bisher gelebt hat und wie er sich bei uns eingelebt hat.

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